#1

ausmaß des gesichtsfeldes bei untertschiedlichen skotomen

in Austausch für Menschen mit Gesichtsfeldausfällen 05.09.2013 12:26
von pechvogel93 • 61 Beiträge

ich hab mir ma die mühe gemacht auszurechnen wie viel sehwinkelgrad bei bestimmten skotomen fehlen bzw. noch vorhanden sind. ich hoffe ma das ich mich hier nicht verrechnet habe :P
also für meine berechnungen setze ich ein normales gesichtsfeld von 180 grad vorraus. jedes auge sieht 150 grad. der räumliche eindruck besteht also bei 120 grad. das rechte und das linke auge haben die gleichen eigenschaften.
1. homonyme hemianopsie: gesichtsfeld: 105 grad ; 45 grad räumliches sehen
2. binasale hemianopsie: gesichtsfeld: 150 grad ; 0 grad räumliches sehen
3. bitemporale hemianopsie: gesichtsfeld: 120 grad ; 30 grad räumliches sehen
( für quadrantenanoptiker gilt dann logischerweise: gesundes gesichtsfeld oberhalb oder unterhalb des quadranten und gleiches geichtsfeld wie bei hemianopsie in höhe des quadranten)
ergänzend sollte man noch sagen, dass diese werte nicht immer genau sind und sich individuell verändern können (der normalen biologischen schwankung sei dank^^) darüberhinaus gilt leider auch: im alter verkleinert sich das gesichtsfeld sowieso. wenn ihr also schon etwas älter seid dann liegen eure zahlen wahrscheinlich unterhalb der von mir aufgezählten........aber wenn uhr von natur aus überhalb des normalwertes seit bzw. wart dann liegen eure tatsächlichen werte überhalb der von mir angegebenen ;)
also dann viel spaß mit den zahlen :D
gruß
pechvogel


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#2

RE: ausmaß des gesichtsfeldes bei untertschiedlichen skotomen

in Austausch für Menschen mit Gesichtsfeldausfällen 10.11.2013 22:08
von pechvogel93 • 61 Beiträge

korrektur: die bezeichnung "hemianopsie" ist (monokular betrachtet) irreführend. man sieht mit einem auge zwar ca. 150 grad ABER bei einer hemianopüsie fehlt nämlich NICHT die hälfte bei jedem auge (so wird das ja z.b. bei perimetrien und auch bei wikipedia.....naja fast überall dargestellt) es fehlt die hälfte des binokularen gesichtsfeldes (also bei homonymer hemianopsie). grund hierfür: die temporalen und nasalen anteile des gesichtsfeldes sind unterschiedlich groß. temporal sinds 90 und nasal 60 grad. also bei einer homonymen hemianopsie verbleibt also eine temporale und eine nasale "hälfte". also: leider nur 90 sehwinkelgrad dafür aber 60 grad 3d^^ (temporal und nasal liegen genau übereinander) bei der bitemporalen hemianopsie (scheuklappen) sieht man ca 120 grad aber überhaupt nicht räumlich. bei der binasalen heianopsie sieht man.......180 grad aber nicht räumlich. das binokulare gesichtsfeld einer person mit binasaler hemianopsie weist also KEIN skotom auf! somit hat der mensch sogar einige vorteile gegenüber einem einäugigen: 1. sieht mehr 2. kein eingeschränktes blickfeld.
naja bleibt noch die frage warum diese darstellungen von hemianopsie immer irreführend sind. tja das auge ist prinzipiell dazu in der lage 180 grad zu sehen. aber die menschliche anatomie (nase zum beispiel) schränkt dieses gesichtsfeld ein. das zur info. FAZIT: hemianopsie heißt NICHT mit jedem auge nur die hälfte sehen zu können sondern nur das eine "potentielle" hälfte fehlt.
naja das sollts dann mal sein
pechvogel

ps: die darstellungen in der perimetrie und in wikipedia etc. zeigen einen kreis -auch das ist quatsch. das geichtsfeld ist weder mono- noch binokular gesehen kreisförmig.


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